Malans GR — Bad Ragaz • GR

Vorbei an Reben und Burgen durch die Bündner Herrschaft

An sonnigen Frühlingstagen wirkt der Weg von Malans nach Bad Ragaz wie ein pittoreskes Gemälde – über der Farbenvielfalt der erblühenden Bäume und Weinreben gleiten Schönwetterwolken durch die frische Luft, während im Hintergrund die noch von Schnee bedeckten Bergflanken leuchten. Kurz nach Verlassen der kleinen Ortschaft Malans befindet man sich bereits mitten in den Rebbergen. Nach Süden weitet sich das Churer Rheintal, in Richtung Nordosten hat man einen wunderbaren Blick auf die schneeweissen Hänge und Berggipfel, während in den Wäldern darunter hellgrün spriessende Laubbäume aus dem dunklen Nadelwald herausstechen. Aufmerksame Wandernde erblicken in der frühlingshaften Kulisse die eine oder andere Burgruine, die von der wechselvollen Geschichte der Bündner Herrschaft unter Beteiligung verschiedener überregionaler Landesherren und kleinerer Adelsfamilien zeugt. Der meist auf Hartbelag verlaufende Weg führt weiter durch die von Wäldern, Wiesen und kleineren Ortschaften durchsetzte Weinbauregion. Zwischen Maienfeld und Fläsch trifft man auf den Heidibrunnen, der an die Schriftstellerin Johanna Spyri erinnert, die von der Region zu ihren berühmten Kinderbüchern inspiriert worden ist. Nach der Überquerung des Rheins endet die Wanderung am Bahnhof von Bad Ragaz.

Information

Restaurant & Hotel Weiss Kreuz, Malans, 081 735 25 00, weisskreuzmalans.ch

Restaurant Rätia, Jenins, 081 302 37 38, restaurantraetia.ch

Weinstube, Fläsch, 081 302 48 48, landhaus-flaesch.ch

Wanderung Nr. 2226

Publiziert 2025 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Simon Liechti

Wanderroute

Malans GR
0:00
0:00
Jenins
1:00
1:00
Rofels
1:25
0:25
Maienfeld
1:40
0:15
Heidibrunnen
2:00
0:20
Fläsch
2:30
0:30
Bad Ragaz
3:10
0:40
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Bei jedem Wetter auf dem Luzerner Kapellenweg Nr. 2361
Hellbühl, Post — Buttisholz, Dorf • LU

Bei jedem Wetter auf dem Luzerner Kapellenweg

Neben klassischen Schönwetterwanderungen, die man wegen der Aussicht vorwiegend bei Sonnenschein unternimmt, gibt es Routen, die sich auch bei argem Hudelwetter begehen lassen. Der Luzerner Kapellenweg gehört dazu. Ihn säumen zahlreiche Kirchen und Kapellen, die einen lebendigen Einblick in die sakrale Architektur des Luzerner Hinterlands vermitteln – und gleichzeitig für Schutz vor den Unbilden der Witterung sorgen. Der Kapellenweg beginnt bei Hellbühl und endet in Ettiswil. Mehr als fünf Stunden dauert die gesamte Tour. Wem das für einen neblig-nassen Tag zu lang ist, der beschränkt sich auf ein Teilstück. Empfehlenswert ist etwa die erste Hälfte der Route. Dieser Wandervorschlag beginnt mit dem einzigen nennenswerten Anstieg der Strecke: Von Hellbühl geht es 100 Höhenmeter aufwärts nach Hueb. Wenig später erreicht man mit der Katharinen-Kapelle bei Under Herreweg bereits den höchsten Punkt der Tour; von nun an wandert man meist ebenen Wegs via Ruswil, St. Ulrich und St. Ottilien nach Buttisholz. Das sanft hügelige Rottal, durch das der Kapellenweg führt, ist eine Gegend mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Kornfelder, Wiesen und Weiden prägen die Gegend. Die Kehrseite der schmucken Medaille: Die meisten Bauernhöfe sind mit Strässchen erschlossen. Das Verkehrsaufkommen ist zwar gering, für Wandersleute ist die Sache trotzdem etwas unerfreulich: Der Kapellenweg verläuft zu mehr als der Hälfte auf Hartbelag. Zwischen den asphaltierten Strecken gibt es glücklicherweise immer wieder naturnahe Abschnitte. Besonders reizvoll ist etwa das Teilstück von Rüediswil nach Buttisholz. An dieser Strecke liegt auch die Wallfahrtskapelle St. Ottilien. Mit ihrem achteckigen Grundriss und ihrer zierlichen Silhouette ist sie ein aussergewöhnliches Juwel unter den Sakralbauten der Schweiz.
Entspannte Wanderung im Alpenrhein Nr. 2061
Trimmis, Gargällis — Landquart • GR

Entspannte Wanderung im Alpenrhein

Diese beschauliche Wanderung ist ideal als Einstieg in die Wandersaison nach dem Winter. Der Weg führt durch Wälder und Rebberge im Kreis Fünf Dörfer, wie die historisch gewachsene Region südlich der Bündner Herrschaft genannt wird. Start der Wanderung ist die Bushaltestelle Gargällis in Trimmis. Von hier geht der Weg die ersten Meter der Strasse entlang, bevor man bei Chlei Rüfi abzweigt und an Kirschbäumen und Feldern vorbeiwandert. Nach leichtem Anstieg bietet sich ein schöner Blick zurück auf das Tal und den Haldensteiner Calanda. Von nun an wechseln sich Wald und Wiese ab, und man läuft angenehm abwechselnd im Halbschatten oder an der Sonne. Nach einem kurzen Anstieg über die Chessirüfi zum Dunkel Töbeli befindet man sich bereits auf dem höchsten Punkt der Wanderung. Bei Birchholz verlässt man den Wald wieder, und es bietet sich ein schöner Blick auf das Rheintal und das Dorf Igis. Beim ehemaligen Wasserschloss Marschlins lohnt sich ein Halt, um die Szenerie auf sich wirken zu lassen und die Beine zu strecken. Bei Ganda bietet sich ein Spielplatz mit Grillstelle für ein Picknick an. Ausgeruht unterquert man schliesslich die Prättigauerstrasse, biegt dem Wasser folgend nach links ab, um auf der revitalisierten Böschung der Landquart die letzten Meter der Wanderung zu gehen.
Weinbau in der Bündner Herrschaft Nr. 0863
Malans — Fläsch • GR

Weinbau in der Bündner Herrschaft

Die Bündner Herrschaft – das ist nicht nur die historische Bezeichnung für den Kreis mit den vier Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans. Mit dem Namen verbindet man vor allem das wichtigste Weinbaugebiet Graubündens. Mit «Herr‑ schäftler» bezeichnet man nun aber nicht die Bewohner der Gegend, sondern die hier gekelterten Weine. Dabei ist die Vielfalt überraschend, nicht weniger als 45 Rebsorten gedeihen an den sanft geneigten Hängen. Diese profitieren nicht nur von einer optimalen Südwestausrichtung, sondern können Föhn sei Dank auch oft im Sonnenlicht funkeln und Wärme tanken, wenn andernorts Kälte und Nebel herrschen. Und wenn dieser Föhn im Oktober bläst, werden die Trauben förmlich «ge‑ kocht», wie man hier zu sagen pflegt, die Oechslegrade steigen noch höher und beschenken die Winzer und Weinliebhaber mit einem über‑ ragenden «Föhnwein». Die Wanderung führt durch die ganze Bündner Herrschaft und ist mit etwa drei Stunden angenehm kurz – das gibt einem genügend Zeit, hier und dort in einem Restaurant einen edlen Tropfen zu kredenzen oder gar einen Weinkeller, sie heissen hier Torkel, zu besuchen. Von April bis Oktober öffnet etwa in Maienfeld jedes Wochenende ein Kelterer seine Türen, weitere Anlässe findet man auf der Webseite www.graubuendenwein.ch. Und wer in Fläsch Lust auf mehr Wandern hat, kann dem Rhein bis nach Balzers folgen oder nach Lust und Laune auf einem anderen Weg wieder zurück Richtung Malans wandern. Daneben ist die Herrschaft auch Heimat der vielleicht bekanntesten Bündnerin, Heidi. Johanna Spyri liess sich vor 130 Jahren für ihren Weltbestseller von der Landschaft und von Ge‑ bäuden hier inspirieren, und oberhalb von Maienfeld führt die Wanderung direkt zu Heidis Wohnhaus und Geissenstall.
Restaurant Mühle, Fläsch Nr. 0497
Landquart — Bad Ragaz • GR

Restaurant Mühle, Fläsch

Vom Parkplatz beim Bahnhof Landquart gehen Wandernde zur eisernen Bahnbrücke und folgen dem (etwas verwitterten) Wegweiser «Herrschaft/Mastrils». Der Weg mündet nach 200 Metern in eine Strasse, die weiter den Geleisen entlangführt. Nach der Strassenbrücke ist die Route als «Nr. 72 Prättigauer Höhenweg» markiert, der an der Rohan‑Schanze vorbei nach Malans führt. In Malans sind renommierte Winzer zu Hause, darunter die Familie Donatsch, die auch die Winzerstube Zum Ochsen führt (rustikale Gaststube mit Kachelofen). Hier können Wandernde den Mönchstrunk Completer geniessen. Bei der Post Malans führt die Route die Kirchgasse hinauf zur Kirche. Hier folgen Wandernde dem Bergweg zur Älplibahn (Talstation) und weiter dem Buochswald entlang nach Jenins. Ausgangs Jenins (an der Strasse nach Maienfeld) wartet die Statue des Duc de Rohan auf anerkennende Blicke (er hat den Blauburgunder in die Herrschaft gebracht). Und 100 Meter weiter, im Gärtli des «Alten Torkels», bietet sich der ideale Ort - mitten in den Rebbergen - für eine Pause an. Beim Parkplatz führt der Weinwanderweg direkt nach Maienfeld (Variante: Abstecher zum Heididorf). In Maienfeld unbedingt die Kupferkessel‑Brennerei Kunz‑Keller besuchen (Altes Gugelberg‑Haus) und im alten Gewölbekeller einen edlen Tropfen, gekeltert von Carina degustieren, wo jede Etikette von Hand anschrieben wird. Durch die Rebberge führt der Wanderweg nach Fläsch und von hier aus Richtung Bahnhof Bad Ragaz zum Restaurant Mühle.

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