Schwenden i.D., Grimmialp • BE

Wanderung zu den roten Quellen im Naturpark Diemtigtal

Der Naturpark Diemtigtal ist eingebettet zwischen Bergketten rund um das Diemtigtal. Typisch für das Parkgebiet sind einzigartige Kultur- und Berglandschaften, die sorgfältig gepflegt werden, damit die reichhaltige Flora und Fauna erhalten bleibt. Alpenpflanzen und -tiere wie Orchideen- und Enzianarten, Steinbock, Gämse und Adler wachsen und leben hier. Die Wanderung führt zu den roten Quellen am Fuss des Rothorns. Zur Hochblüte der Bade- und Wasserkurenzeit im 19. Jahrhundert reisten ihretwegen Kurgäste aus ganz Europa an. Das begehrte Quellwasser wurde damals in einer Leitung von der Quelle bis zum Kurhaus auf der Grimmialp geleitet. Die Wanderung beginnt mit einem steilen Aufstieg durch den Bergwald zur Alp Grimmi (Richtung Grimmifurggi). Von hier aus sind es nur noch wenige Minuten bis zur roten Quelle, die sich jedoch nicht direkt am Wanderweg befindet. Um sie zu finden, folgt man den weissen Richtungszeigern. Im Wasser der Quelle befindet sich gelöstes Eisen, das sich absetzt und rote Spuren hinterlässt – das Wasser selbst ist durchsichtig. Hinter den Quellen türmen sich die eindrücklichen Felswände des Rothorns. Über die Alp Grimmi führt der Wanderweg wieder Richtung Grimmialp zurück. Am Ziel angekommen lässt sich die Wartezeit auf den Bus gemütlich auf der Sonnenterrasse beim Restaurant verkürzen oder beim Einkaufen von lokalen Produkten im nahen Hofladen.

Information

Naturpark Diemtigtal, 033 552 26 00 diemtigtal.ch

Berghaus Grimmi, 079 412 71 89

Wanderung Nr. 2175

Publiziert 2024 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

Schwenden i.D., Grimmialp
0:00
0:00
Alp Grimmi
1:45
1:45
restaurant
Nideggwald
3:00
1:15
Schwenden i.D., Grimmialp
3:50
0:50
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Rundwanderung vom Bergseeli zum Wasserfall Nr. 2391
Lauenensee • BE

Rundwanderung vom Bergseeli zum Wasserfall

Von der Bushaltestelle Lauenensee folgt man zunächst dem gelb signalisierten Wanderweg Richtung Louwenesee. Der kleine Schlenker zu Beginn der Wanderung lohnt sich: Eingebettet zwischen Moorflächen und Wiesen, spiegelt das klare Wasser des Sees die Gipfel der Umgebung. Für ein kurzes Wegstück folgt man der Schweiz-Mobil-Route 307 südwestlich. Sobald die Steigung beginnt, verlässt man sie und hält sich links am Waldrand. Auf einem unmarkierten Weg geht es wenige Meter zurück zum Gältebach, wo der Weg in einen weiss-rot-weiss markierten Bergwanderweg mündet. Nun folgt man der Signalisation Richtung Geltenhütte SAC. Immer wieder in Seh- und Hörweite des Gältebachs steigt der Wanderweg nun das Tal hinauf. Bei Im Ture gibt ein erster Wasserfall einen Vorgeschmack darauf, was kommt. Schliesslich erwartet einen der eigentliche Höhepunkt der Wanderung: der Wasserfall Gälteschutz. Über eine Fallhöhe von 180 Metern krachen hier gewaltige Wassermassen in die Tiefe. Umgeben von bunten Blumenwiesen und markanten Felswänden entfaltet sich eine spektakuläre Kulisse – besonders eindrucksvoll nach der Schneeschmelze. An der angrenzenden Bergflanke des Gälteschutz wird der Weg steiler und felsiger. Hier ist Trittsicherheit gefragt. Auf 2002 Metern erreicht man schliesslich die Geltenhütte SAC, die inmitten des Naturschutzgebiets Gelten-Iffigen zur Einkehr einlädt. Die Hütte liegt am Fusse des Hahneschritthore, mit Blick auf Wildhorn, Geltenhorn und Arpelihore. Der Rückweg führt abwechslungsreich an der anderen Talseite entlang. Via Gältetrittli und Tungeltrittli führt der Weg bis nach Vorschess, wo eine enge Kehrtwende in einem gelb markierten Wanderweg mündet und einen zurück an den Louwenesee bringt. Zum Abschluss kann nochmals der Blick auf den zweiten grossen Wasserfall dieser Wanderung, den Tungelschutz, genossen werden. Er sammelt die Gewässer der Alpen Stieretungel und Chüetungel und ergiesst sich über steile Felsen in den Tungelbach.
Gletscherspuren auf der Elsigenalp Nr. 2364
Elsigenalp • BE

Gletscherspuren auf der Elsigenalp

Die Landschaftsformen auf der Elsigenalp sind geprägt von Bergstürzen und eiszeitlichen Gletschern. Beim Elsigsee finden sich Buckelmoränen, die von einem Gletscher geformt wurden, der während der Eiszeiten aus dem Glögglital floss. Seine Oberfläche war mit viel Gesteinsschutt von den steilen Felswänden des Allmegrats bedeckt. Beim Abschmelzen hinterliess der Gletscher die hügelige Landschaft um den Elsigsee. Von der Bergstation auf der Elsigenalp führt der Wanderweg zuerst auf einem asphaltierten Alpsträsschen und dann auf einem schmalen Pfad zielstrebig Richtung Elsighorn. Das Bimmeln der Kuhglocken ist im Herbst verstummt und die Weiden sind abgegrast. Nach einem kurzen, steilen Abschnitt ist der Gipfel des Elsighorns erreicht. Eine grossartige Rundsicht und eindrückliche Tiefblicke ins Frutigtal belohnen den Aufstieg. Beim Abstieg ist im Süden das hügelige Gelände um den Elsigsee gut sichtbar. Die ursprünglich vegetationslosen Schutthügel sind heute mit Gras und Fichten bewachsen. Nach trockenen Sommern ist der kleine Bergsee, der keinen direkten Zu- und Abfluss hat, gegen Ende August meist ausgetrocknet. Nach Regenfällen im Herbst füllt er sich wieder.
Üppiger Wald und ein Wasserfall im Malcantone Nr. 2329
Miglieglia, Paese • TI

Üppiger Wald und ein Wasserfall im Malcantone

Diese Wanderung durchs Malcantone bietet viel Natur – und eine kleine Lektion Geschichte. Die Dörfer Breno und Miglieglia lieferten sich während Jahrhunderten eine Fehde um den Flecken Land namens Tortoglio. Zum Glück konnten die Streitereien Anfang des 20. Jahrhunderts beigelegt werden. Zwei Brunnenfiguren in den Dörfern erinnern noch daran: der Asino di Breno und das Mulo di Miglieglia. Bis heute necken sich die Menschen mit diesen Übernamen: Jene aus Breno werden Esel genannt, jene aus Miglieglia Maultiere. Die Wanderung beginnt in Miglieglia. Man wandert südwärts Richtung Novaggio und von dort über den Bergwanderweg hinunter an die Magliasina. Dichter Wald, viel Farn und Moos sorgen für saftiges Grün. Es geht auf und ab durch die Hügellandschaft, bevor man – erneut dem Flüsschen entlang – durch einen Auenwald mit Weisserlen Maglio erreicht. Dort lädt ein malerischer Wasserfall mit tiefen Becken zum Abkühlen ein. Daneben liegt die restaurierte Hammerschmiede von 1860, die von einem Wasserrad angetrieben wurde. Sie kann von April bis Oktober besichtigt werden. Daneben gibt es einen kleinen Kiosk. Am Ufer der Magliasina geht es weiter bis Rencé, wo der Aufstieg nach Breno ansteht. Es lohnt sich, noch etwas durch die engen und mit Natursteinen gepflasterten Gässlein zu schlendern. Der Eselsbrunnen liegt direkt am Wanderweg, der einen anschliessend in Kastanienwälder entführt. Bei Tortoglio steht eine kleine Kapelle, in der eine Gedenktafel an die Versöhnung der beiden Dörfer 1907 erinnert. Das letzte Stück Weg schlängelt sich durch den Wald, bevor es – über den Hügel mit der Kirche und durchs schöne Dorf – an der Bushaltestelle «Miglieglia, Paese» beim Brunnen endet, dessen Maultier aus Bronze mit den Hinterbeinen in Richtung Breno ausschlägt.
Auf dem Talweg von der Grimmialp nach Oey Nr. 1403
Grimmialp — Oey • BE

Auf dem Talweg von der Grimmialp nach Oey

Das Diemtigtal ist von reizvollen, intakten Kulturlandschaften mit viel wertvoller historischer Bausubstanz geprägt. Abgesehen von den Dörfern Diemtigen (1986 für sein intaktes Dorfbild mit dem Wakker-Preis ausgezeichnet) und Oey gibt es im Tal vorwiegend Streusiedlungen. Wandergenuss für jedermann verspricht der Talweg. Der Klassiker führt von der Grimmialp auf einfachen Wanderwegen und ohne nennenswerte Aufstiege talauswärts nach Oey. Postautohaltestellen am Weg ermöglichen problemlos individuelle Anpassungen der Tour. Auf einem Teil der Strecke ist zudem der Diemtigtaler Hausweg angelegt, der zu einer Reihe von stattlichen, reich verzierten Holzwohnhäusern und Ökonomiegebäuden führt. Der Talweg verläuft abwechslungsweise auf breiten Kiessträsschen und schmaleren Wald- und Wiesenpfaden. Von der Postauto-Endstation Grimmialp gelangt man am Blauseeli vorüber und dem Senggibach entlang zum Talflüsschen Fildrich. Der gut ausgebaute Uferweg führt über den Weiler Schwenden zum Wasserspielplatz «Gwunderwasser» und danach zum Viehschauplatz Anger. Auf der rechten Talseite geht es weiter nach Riedli, wo erneut auf die linke, sonnige Seite des Fildrich gewechselt wird. Von Wampflen an wird nochmals schattiger Wald durchquert. Kurz vor der Überquerung des zweiten Talflüsschens Chirel gibt es einen kurzen Abschnitt mit etwas stärkerem Gefälle. Von Horboden an ist das Tal merklich weiter und breiter. Im Sommer 2005 richtete hier ein Hochwasser massive Verwüstungen an und riss den Auenwald grossflächig mit. Längst hat sich die Vegetation erholt, doch noch immer erlauben Lücken zwischen dem Jungwuchs schöne Ausblicke ins Tal und zu den umliegenden Bergen. Die lohnende, sehr abwechslungsreiche Wanderung endet bei der Bahnstation am Ende des Dorfs Oey.

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Bern Berner Oberland Bergwanderung Sommer Rundwanderung Uferwanderung mittel T2

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