Muttenz — Pratteln • BL

Von Burg zu Burg vor den Toren von Basel

Diese abwechslungsreiche Wanderung verbindet Geschichte, stille Natur und kulinarische Genüsse. Sie beginnt beim Bahnhof Muttenz und führt durch das Dorf mit seinen alten Bauernhäusern zur Wehrkirche St. Arbogast. Sie ist eine der wenigen Kirchen mit Wehrmauern. Ein Blick hinter die Mauern lohnt sich. Von hier geht es hinauf auf den Wartenberg. Auf seinem Rücken stehen drei Burgruinen. Die mittlere Burg kann bestiegen werden. Vom Burgturm aus lässt sich die Regio Basiliensis wunderbar erkunden. Der Blick in die Oberrheinebene lässt einen nicht mehr los. Die Wanderung führt weiter über den Lahalle-Rücken zum Restaurant Egglisgraben und weiter durch den Wald zum Hof Schauenburg, von wo man die Burgruine Neu Schauenburg erblickt. Sie kann wegen Restaurierungsarbeiten nicht besichtigt werden. Am Waldrand entlang geht es hinunter nach Bad Schauenburg, zu einer reizvollen Oase im Baselbiet, die alle Sinne anspricht. Auf der Gartenterrasse des Lindenbeizli Zum Schauenegg können regionale Köstlichkeiten genossen werden. Gestärkt geht es dem Waldrand entlang über den Adlerhof zum Talhölzli, das in den alten Dorfkern von Pratteln führt. Nur wenige Schritte entfernt liegt das Weiherschloss, das Wahrzeichen von Pratteln. Die abwechslungsreiche Wanderung endet beim Bahnhof Pratteln.

Information

Erreichbar ist Muttenz mit dem Tram oder Zug ab Basel oder Liestal.

Restaurant Egglisgraben, 061 823 18 18, egglisgraben.ch
Lindenbeizli Zum Schauenegg, 061 906 27 27, zumschauenegg.ch

Wanderung Nr. 2138

Publiziert 2024 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Thomas Gloor

Wanderroute

Muttenz
0:00
0:00
Wehrkirche St. Arbogast
0:20
0:20
Warteberg
0:55
0:35
fireplace
Eglisgraben
1:25
0:30
restaurant
Schauenburg
2:00
0:35
Bad Schauenburg
2:15
0:15
restaurant
accommodation
Adlerhof
2:45
0:30
Schloss Pratteln
3:10
0:25
Pratteln
3:20
0:10
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

In Basel den Römern auf der Spur Nr. 2352
Basel Dreispitz — Basel SBB • BS

In Basel den Römern auf der Spur

374 n. Chr. taucht der Name Basilia erstmals auf. Der römische Kaiser Valentinian liess in der heutigen Kleinbasler Altstadt ein Munimentum errichten, eine Kleinfestung zur Sicherung der Grenze. Rund um die Rheingasse wurden Gegenstände aus dieser Zeit gefunden, spätrömisches Tafelgeschirr etwa, als «Argonnensigillata» bezeichnete Keramik. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite befand sich auf dem Münsterhügel die mit einer Umfassungsmauer geschützte römische Siedlung. Die Wanderung zu den römischen Wurzeln Basels verläuft quer durch die Stadt und beginnt bei den Merian Gärten, einem riesigen Park mit verschiedenen Grünanlagen wie dem Rhododendrontal. Nach dieser farbenprächtigen Oase pulsiert das Leben am St. Jakob-Park. Das grösste Fussballstadion der Schweiz ist Heimat des FC Basel – an den Betonmauern, die man entlang des Flusses Birs passiert, hat manch einer seine Liebe zum Fussballverein verewigt. Die Birs trennt Basel von Birsfelden und den Kanton Basel-Stadt von Basel-Landschaft. Ihr Ufer gestaltet sich überraschend naturnah, manch lauschiger Rastplatz lockt. Am Birsköpfli trifft die Birs auf den Rhein, ihm folgt man bis zur Wettsteinbrücke. Mit bester Aussicht aufs Münster gehts über den Fluss nach Kleinbasel und in die Rheingasse. Die Mittlere Rheinbrücke führt zurück nach Grossbasel zur Schifflände. Unweit des Münsters, dem Wahrzeichen Grossbasels, können Reste der römischen Umfassungsmauer besichtigt werden, bevor es durchs belebte Zentrum via Marktplatz, Barfüsserplatz, Heuwaage und Zoo bis zu den Türen der historischen Markthalle weitergeht. Hier laden Essensstände aus aller Welt zu einem kulinarischen Abschluss der Tour ein. Der Bahnhof SBB ist dann nicht mehr weit. Auf dieser Wanderung empfiehlt es sich, die Route mittels QR-Code auf der Rückseite in der Swisstopo-App anzuzeigen und für die Navigation zu nutzen. Im Farbenmeer der Grossstadt gehen die Wanderwegweiser schnell unter.
Drei-Burgen-Wanderung im Dorneck Nr. 1966
Münchenstein, Dorf — Dornach-Arlesheim • BL

Drei-Burgen-Wanderung im Dorneck

Die Drei-Burgen-Wanderung beginnt bei der Tramhaltestelle «Münchenstein, Dorf» mit einem scharfen Anstieg hinauf ins Dorf. Durch noble Villen führt der Weg in den Wald. In der Ferne blitzt die Burg Reichenstein durch den Buchenwald und hilft den Kindern, sich ein erstes Ziel zu stecken. Auf dem Weg dorthin gibt es der Burgenkrete entlang tolle Möglichkeiten für eine Rast. An der Flanke (kein offizieller Wanderweg) geht es hinunter zum Rebberg und von dort über die Schlossgasse zur Burg Birseck. Deren Innenhöfe können in den Sommermonaten besucht werden. Es folgt ein weiterer spannender Abstieg über Spitzkehren, Felsenwege und Grotten in die Ermitage, einen englischen Landschaftsgarten mit grossen Weihern, wo man Fische beobachten kann. Entlang des Fusses des Hollebergs geht es hoch zum Schlosshof mit Restaurant. Von hier lockt schon die dritte Ruine, die Burgruine Dorneck. Kinder kann man hier nicht mehr halten, den Turm zu besteigen, in den dunklen Sodbrunnen zu spähen oder sich hinter den vielen Mauern zu verstecken. Derweil können die Erwachsenen den zyklopischen Betonbau des Goetheanums, des Sitzes und Tagungsorts der Anthroposophischen Gesellschaft, in der Ferne bestaunen. An diesem vorbei geht es nach Dornach.
Von Burgen und Einsiedlergärten BL Nr. 1623
Arlesheim — Münchenstein, Dorf • BL

Von Burgen und Einsiedlergärten BL

Hoch über Münchenstein thront die Burg Reichenstein, ein massiver Befestigungsturm auf einem imposanten Felssporn. Hier wohnte im Hochmittelalter die Familie Reich, die sich um die Sicherheit des Bistums Basels und den Dom zu Arlesheim kümmerten, Ländereien bewirtschafteten und Steuern eintrieben. Heute ist die Burg nur noch zu speziellen Anlässen geöffnet. Trotzdem führt die schöne Wanderung von Münchenstein zur Burg und weiter nach Arlesheim auch tief in die mittelalterliche Vergangenheit der Gegend bei Basel. Steil führt der Weg vom Start der Wanderung beim Bahnhof Münchenstein hinauf, und dann auf schmalen Pfad durch den Wald, bis sich dieser plötzlich lichtet und der Schlossturm aus den Baumwipfeln ragt. Rasch ist man vor Ort, kann sich auf verschiedenen Picknickplätzen vertun und die Aussicht vom Vorplatz der Burg aus geniessen. Weiter geht es auf dem schmalen Pfad durchs Dickicht und der Weg führt durch das üppige Naturschutzgebiet Ermitage-Chilchholz. Die Wanderung von Münchenstein nach Arlesheim lohnt sich nämlich nicht nur für Geschichtsfans – auch Geologie- und Naturinteressierte kommen auf ihre Kosten. Der zweite Teil führt um das ruhige Tal, das von Bächen und Gletschern feingliedrig in die Landschaft gefräst wurde. Ein Höhenweg umrandet es, immer wieder geben die Bäume den Blick auf die weitläufige Landschaft frei. Zwei weitere Höhepunkte locken am Schluss der rund dreistündigen Wanderung: Der Wanderweg führt am 1785 eröffneten, grössten englischen Garten der Schweiz, dem Wildnisgarten der Ermitage vorbei. Wird die Wanderung in Richtung Dorf fortgesetzt, kommt man am prächtigen Dom, einem weiteren Wahrzeichen Arlesheims, vorbei
Die Hochburg der Ruinen Nr. 0873
Muttenz, Mittenza • BL

Die Hochburg der Ruinen

Die Rundwanderung zum Sulzchopf, auf die Schauenburgflue und zu den drei Ruinen auf dem Wartenberg bietet viele Attraktionen und kann deshalb gut und gerne einen Tag beanspruchen: Würste bräteln und Ruinen entdecken machen den Ausflug nicht nur für Kinder zum Abenteuer. Zug und Bus bringen einen nach Muttenz Mittenza. Einmal auf dem Land, führt ein grosser Teil der Strecke durch Wald und über Natursträsschen. Eine erste Feuerstelle liegt kurz nach Chlosterchöpfli, ab Sulzchopf folgen immer wieder Picknickgelegenheiten. Erster Panoramahöhepunkt ist der Sulzchopf, von wo aus die Stadt Basel sowie Frankreich und Deutschland zu sehen sind. Am Wochenende etwas weniger überlaufen ist die später folgende Schauenburgflue, wo sich eine längere Mittagspause anbietet. Wegen des jähen Abgrunds ist dabei aber Vorsicht angebracht. Danach geht es weiter talwärts, an der leider nicht öffentlichen Ruine Neu Schauenberg vorbei bis nach Egglisgraben, wo der gleichnamige Gasthof liegt. Was folgt, ist ein kurzer, wenig idyllischer Abschnitt auf Teer und unter Hochspannungsleitungen. Dafür können Zeichen des hier stattfindenden Salzabbaus entdeckt werden: Das Steinsalz wird bei Zinggibrunn, Sulzhof und Eigental aus 400 Metern Tiefe geholt und ist von anderen Gesteinen durchsetzt, weshalb es eine gräuliche Farbe hat. Daraus leitet sich der Name Salz ab: Sal heisst in der indoeuropäischen Sprache «trübe» oder «schmutzig». Als Höhepunkt für Kinder warten zum Schluss die drei Ruinen auf Wartenberg: Alte Türme, dunkle Gänge und hohe Mauern lassen sie in die Welt der Ritter und Burgfräulein eintauchen.

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213T Basel

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