Eigenthal, Talboden • LU

Vom Eigental auf's Rägeflüeli

Wenn die Sonne lacht und der Schnee lockt, zieht es nicht nur Luzerner in «ihr» Naherholungsgebiet am Pilatus. Das Rägeflüeli ist ein ideales Gipfelziel für die ganze Familie. Eigental darf übrigens mit oder ohne «h» geschrieben werden. Das Postauto Nr. 71 fährt regelmässig vom Bahnhof Luzern in 40 Minuten hoch zum Eigental mit der (fast) gleichnamigen Ortschaft Eigenthal. An sonnigen Wintertagen kann viel los sein im sonst beschaulichen Eigental: Dann teilen sich viele Wintersportler die liebliche Landschaft am Fusse des Pilatus mit diversen Schlittelhängen, Langlaufloipen, Winterwanderwegen und einige Schneeschuhrouten. In gemächlichem Schritt geht es entlang des Rümlig nach Buchsteg, wo die Beschilderung der Route mit den pinkfarbenen Wegweisern sowie der eigentliche Aufstieg beginnen. Durch offenes Alpgelände folgt die Tour mehrheitlich dem Wanderweg, führt im Mittelteil durch ein Waldstück und schliesslich zur Alp Gumm, welche sich dank einer Sitzgelegenheit und schöner Sicht auf die Pilatuskette im Süden bestens für eine Pause eignet. Nach weiteren 40 Minuten und insgesamt 600 Höhenmetern ist das neu erstellte Gipfelkreuz auf dem Rägeflüeli erreicht. Die Aussicht auf das Mittelland mit dem Jura im Westen, dem Schwarzwald im Norden und der erhabenen Königin der Berge im Osten – die Rigi –ist einzigartig. Doch die Krönung der Tour kommt erst noch: Im stiebenden Pulverschnee die Hänge runterrennen, darauf hat sich die Familie schon lange gefreut!

Information

Erreichbar ist Eigenthal, Talboden mit dem Postauto Nr. 71 ab Bahnhof Luzern.

 

Hotel Restaurant Eigenthalerhof, 041 497 33 11, www.eigenthalerhof.ch
Hotel Restaurant Hammer, 041 497 52 05, www.hotel-hammer.ch
Gastwirtschaft Unterlauelen, 041 497 26 25, www.unterlauelen.ch
Lindenstübli, 041 497 27 00, www.lindenstuebli.ch

Wanderung Nr. 1633

Publiziert 2022 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Franz Ulrich

Wanderroute

Eigenthal, Talboden
0:00
0:00
Buchsteg
0:35
0:35
Ober Honegg
1:22
0:47
Gumm
2:16
0:54
Rägeflüeli
3:04
0:48
Gumm
3:36
0:32
Ober Honegg
4:09
0:33
Buchsteg
4:39
0:30
Eigenthal, Talboden
5:10
0:31
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Glarner Gipfel zwischen Alpen und Voralpen Nr. 2303
Morgenholz • GL

Glarner Gipfel zwischen Alpen und Voralpen

Die Schneeschuhwanderung im Glarner Niederurner Tal verläuft auf der Grenze zwischen Alpen und Voralpen. Am einfachsten sichtbar ist dies an der Geologie des Tals: Von Osten her betrachtet ist gut erkennbar, dass die nördliche, der Sonne zugewandte Seite mit der Hirzli-Planggenstock-Kette viel sanfter abfällt als ihr Gegenüber – dort ragen steile, felsige Flanken in den Himmel. Das hat seinen Grund. Der Talgrund markiert die Grenze zwischen dem Molassegestein der Voralpen und den Kalkfronten der Alpen. Während Millionen von Jahren waren beide der Erosion ausgesetzt, die Molasse wurde aber von der Beschaffenheit her viel stärker abgetragen als der Kalk. Nicht nur der Sanftheit wegen verläuft ein grosses Stück dieser Wanderung auf der nördlichen Talseite, diese hat auch mehr Sonne. Sie muss jedoch erst verdient werden. Nach der Ankunft mit der Seilbahn auf Morgenholz – die Talstation ist nur wenige Busminuten von Ziegelbrücke entfernt – geht es für gut eine Stunde schattig ins Tal hinein. Wer friert, wärmt sich im Restaurant Hirzli auf – aber nur am Wochenende. Der Schneeschuhpfad geht weiter ins Tal hinein, die Bloossenhöchi bergauf Richtung Mälchterli, konditionell etwas anspruchsvoll, aber sonnig und durch einen lichten Föhrenwald. Der letzte Anstieg ist richtig steil. Oben wartet als Belohnung eine Rundumsicht aufs Nebelmeer, das durch die Schwyzer und die Glarner Alpen sowie die Churfirsten/Alvier-Kette eingerahmt wird. Fehlt das Nebelmeer, sind die ganze Linthebene und der Zürichsee sichtbar. Ein Bänkli lädt zum Gipfelpicknick ein. Die Rückkehr ist dieselbe wie der Hinweg. Wer noch mag, biegt bei Mättmen in den Niederurnertäli Trail ein und wandert über Planggböden talauswärts. Im Blick einmal mehr die imposante Alvier-Kette und der darunter liegende Walensee.
Sonniger Col des Mosses Nr. 1958
Col des Mosses • VD

Sonniger Col des Mosses

Diese Schneeschuhtour lebt von Gegensätzen: zwischen dem Rummel an der Strasse über den Col des Mosses und der unberührten Abgeschiedenheit auf dem Aussichtspunkt Oudiou; zwischen den sanften Hügeln der Waadtländer Voralpen und dem Blick auf das schroffe Hochgebirge in der Ferne; zwischen den eisigen Schneemassen an den Schattenhängen der Gipfel und den ersten Frühlingsboten im Ormont-Tal. Beim Start bei der Postautohaltestelle auf dem Col des Mosses lässt man die Schneeschuhe besser noch auf dem Rucksack, denn zunächst geht es 400 Meter der Hauptstrasse entlang gegen Süden. Beim Restaurant Le Chaussy und bei einer öffentlichen Toilettenanlage zweigt der Weg dann links ab und führt über ein geräumtes Strässchen in Richtung La Comballaz. Bereits hier ist die Schneeschuhroute Nummer 10 gut ausgeschildert. Bei einer kleinen Brücke wird es endgültig Zeit, die Schneeschuhe anzuschnallen und talabwärts zu stapfen. Nach einer guten halben Stunde erreicht man nochmals eine Strasse: die im Sommer bei Motorradfahrern beliebte Route des Voëttes. Die Schneeschuhroute taucht nun aber schnell in die Einsamkeit des Waldes ein und steigt die 350 Hö- henmeter bis Oudiou an. Auf- und Abstieg sind in einer grossen Acht angelegt und entsprechend abwechslungsreich – sofern die vorgegebene Richtung eingehalten wird. Bei der Ankunft oben tritt man aus dem Wald, und es öffnet sich ein fantastischer Blick zu den nahen Gipfeln von Oldehore, Sex Rouge und des Massivs Les Diablerets. In der Ferne leuchten die Gletscher des Mont Blanc und der Walliser Viertausender in der gleissenden Frühlingssonne. Der Rückweg nach Les Mosses ist – abgesehen von den Varianten durch die grosse Acht – derselbe wie der Hinweg.
Dem Huiskafi auf der Spur Nr. 0806
Wirzweli • NW

Dem Huiskafi auf der Spur

Das Nidwaldner Wirzweli ist eine Hochburg des Huiskafis. Das starke Gebräu ist hier oben in jedem Gasthaus in mannigfaltiger Weise zu finden. Was für eine Einladung zu einer Schneeschuhtour: Zum Einlaufen geht es von der Bergstation Wirzweli vorbei an einer Kapelle, an diversen Skiliften und Wirtschaften bis zur Gummenalp-Seilbahn. Dann aber wechselt die Umgebung vom fröhlichen Skibetrieb zum stillen Wald. Bald passiert die Route ein auffälliges Tipizelt, schlängelt sich die erste Steigung hinauf am Lang Boden vorbei. Zum Dürrenboden hin und auf die Chienerenegg, dem höchsten Punkt der Schneeschuhreise, wird die Topografie wieder steiler. Die Chienerenegg belohnt die Rakettisten mit einem prächtigen Gipfelpanorama der Zentralschweiz. Die Route überquert die Ächerlistrasse, passiert die Alp Ächerli, führt durch eine Mulde und sanft ansteigend zum auffälligen, hölzernen Älplerkreuz auf der Kuppe. Nach dem Geniessen der Aussicht geht es weiter zur Bergkapelle Holzwang, die sich hinter dem bewaldeten Grat versteckt und für Besucher, die sich nähern, erst im letzten Moment sichtbar wird. Die hübsche Kapelle und der luftige Blick hinunter nach Obwalden belohnen den Wanderer. Auf demselben Weg geht es zurück zum Älplerkreuz, von dort abwärts an der Alp Ächerli vorbei zur Alpwirtschaft Langbodenstubli. Jetzt, gegen Ende der Tour, bestellen die Gäste hier ein Huiskafi. Mit Wärme im Bauch gelangen sie etwas später über Hinter Husmatt zurück zu den ersten Häusern der Feriensiedlung.
Panorama Trail in Obwalden Nr. 1183
Langis • OW

Panorama Trail in Obwalden

Die Beschreibung zum Panorama Trail aufs Jänzi verspricht nicht zu viel: Die Aussicht, besonders auf dem letzten Wegstück über den breiten Bergrücken zum Gipfelkreuz, ist wirklich traumhaft. Die ganze Zentralschweizer Berg-Prominenz bis hin zu den Berner Dreitausendern zeigt sich in ihrem schönsten Winterkleid. Die markierte Schneeschuhroute beginnt bei der Postautostation Langis. Die ersten zwei Kilometer führen durch lichten Föhrenwald entlang der gemächlich mäandrierenden Grossen Schliere. In manchem knorrigen und dick verschneiten Bäumchen sind mit wenig Fantasie Trolle, Feen oder Kobolde zu erkennen. Nach zehn Minuten besteht bereits eine Einkehrmöglichkeit im Bergrestaurant Schwendi-Kaltbad. Abends wird es romantisch: der Weg ab Langis wird bis hierhin mit Laternen beleuchtet. Weiter geht es über Brücklein, ab und zu die Langlaufloipe querend, bis der Pfad bei Pt. 1409 nach rechts abbiegt und es moderat aufwärts geht, bis zur Egg. Nun sind es nochmals 30 abwechslungsreiche Minuten durch sonnige Lichtungen zum Gipfelkreuz. Durch die nordwestliche Ausrichtung des Aufstieges kann es am Morgen jeweils bis zur Egg sehr schattig sein. Über offene Weiden geht es nun in rasantem Schritt hinunter nach Siwellenbrunnen und weiter zur Wolfetsmatt. Welche Geschichten sich wohl hinter diesen Namen verbergen? Bei Huebermettlen wird die tief verschneite Alpstrasse erreicht, die in leichtem Auf und Ab bis zur Glaubenbergstrasse führt. Während der letzten Viertelstunde auf der geräumten und asphaltierten Fahrstrasse retour zum Langis heisst es Vorsicht vor den zahlreichen motorisierten Ausflüglern. Im Langis kann man die müden Knochen im Restaurant aufwärmen und die Wartezeit auf den nächsten Postautokurs versüssen.

Passende Produkte aus unserem Shop

235T Rotkreuz

CHF 22.50

245T Stans

CHF 22.50

Tags

Luzern Zentralschweiz Schneeschuhwanderung Winter Gipfelwanderung Rundwanderung für Familien hoch

Mit Klick auf ein Tag können Sie dieses in Ihrem Account hinzufügen und erhalten auf Ihre Interessen zugeschnittenen Content vorgeschlagen. Tags können nur in einem Account gespeichert werden.