Diemtigen Nüegg • BE

Panorama übers Diemtigtal vom Wiriehore

Dass das Wiriehore aufgrund seiner markanten Form und seiner Höhe als Wahrzeichen des Diemtigtals gilt, wird spätestens auf der Sesselbahnfahrt zum Start der Wanderung klar. Die schroff abfallende Nordostflanke, die Bodeflue, wirkt von dieser Seite zum Wandern noch wenig einladend. Die Rundwanderung startet an der Bergstation Nüegg und quert auf der Alpstrasse die Pisten des kleinen, aber feinen Skigebiets. Ab dem Bergrestaurant Schwarzenberg wechselt der Untergrund, und der Bergwanderweg steigt deutlich steiler bis zur Alp Tubefärrich an. Von dort geht es in den Talkessel zwischen Wiriehore und Cheibehore zur Alp Abendmatte. Nun gilt es, die zweite Steigung hinauf zum namenlosen Pass zwischen Wiriehore und Tierlaufhore zu bewältigen. Nach einem kurzen Zwischenabstieg folgt der eigentliche Anstieg zum Wiriehore. Gut 300 Höhenmeter später entschädigt das 360-Grad-Panorama für die Strapazen: Eiger, Mönch und Jungfrau im Osten, das Wildhorn im Süden, die Gastlosen im Westen sowie die Stockhornkette und der Niesen im Norden. Der Abstieg folgt zuerst der Aufstiegsroute und vollendet dann via Wirie und Untere Heitere die Rundwanderung im Uhrzeigersinn. Zurück beim Ausgangspunkt an der Bergstation Nüegg gibt es die Möglichkeit für ein erfrischendes Getränk. Wer noch mag, fährt anschliessend mit einem Trottinett hinunter zur Talstation Diemtigen Riedli.

Information

Berghotel Wiriehorn, 033 684 12 33, wiriehorn.ch/uebernachten-geniessen/bergrestaurant

Bergrestaurant Schwarzenberg, 033 684 13 97, alp-schwarzenberg.ch/

Burelädeli Diemtigtal, burelaedeli-diemtigtal.ch/

Wanderung Nr. 0245

Revision 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Michael Dubach

Wanderroute

Diemtigen Nüegg
0:00
0:00
Schwarzeberg
0:15
0:15
restaurant
Tubefärrich
1:00
0:45
Abendmatte
1:20
0:20
Wiriehore
3:15
1:55
Wirie
4:00
0:45
Underi Heitere
4:50
0:50
Diemtigen Nüegg
5:00
0:10
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Gipfelerlebnis im Diemtigtal Nr. 2023
Achseten, Kirche — Grimmialp • BE

Gipfelerlebnis im Diemtigtal

«Atemberaubende Aussicht», «überwältigendes Panorama», «Aussichtspunkt erster Klasse»: Zahlreiche Gipfel passen zu diesen Beschreibungen und machen sich in den Herzen der Wandernden und in den sozialen Medien die Goldmedaille um den schönsten Ort zum Bestaunen der Landschaft streitig. Da es keine rein objektiven Kriterien für die Wahl des schönsten Gipfels einer Region gibt, warum nicht den höchsten nehmen? Mit 2652 Metern über Meer überragt die Männliflue den Naturpark Diemtigtal im Kanton Bern. Aber Achtung: Um diese unglaubliche Aussicht geniessen zu können, braucht man einiges an Kondition. Der Aufstieg von Achseten auf die Grimmialp überwindet nämlich ganze 1700 Höhenmeter. Nicht fit genug dafür? Kein Problem. Man kann sich auch mit dem Otterepass «zufriedengeben» und von dort direkt absteigen. So spart man fast 400 Höhenmeter. Die Wanderung beginnt in Achseten, von wo aus die Route rasch über das Entschligetal steigt. Zu Beginn geht man auf einer Strasse, dann auf einem Weg, der teilweise durch den Wald führt. Auf der Höhe der Otterealp ist es an der Zeit, die Zivilisation mehr und mehr hinter sich zu lassen und aufsteigend in die immer wildere, aber dennoch grüne Landschaft einzutauchen. Beim Überqueren vom Otterepass hilft ein Blick nach oben zur Männliflue, um sich zu entscheiden, ob man den steilen und bei nassem Wetter rutschigen Weg hoch zum Gipfel noch in Angriff nehmen möchte oder lieber direkt zur Alp Mittelberg absteigt. Das einzig Unglückliche dabei ist, dass der letzte Teil des Wegs zur Grimmialp auf hartem Belag verläuft, was für die ohnehin schon ziemlich beanspruchten Beine nicht ganz ohne ist.
Seebergsee - die Perle des Diemtigtals Nr. 1379
Zwischenflüh, Anger — Schwenden i. D. • BE

Seebergsee - die Perle des Diemtigtals

Zwei Jäger unterhalten sich vor dem Restaurant Seeberg. Über 100 Steinböcke will der eine gesehen haben, hinten beim Alpetli. Der andere erzählt von genau 116 Gämsen, die er Richtung Wiriehore gezählt hat. Sie lehnen an der Hauswand und trinken ein «Chüjerkafi» mit gehörig Rahm. Von Zwischenflüh sind wir – teilweise auf dem asphaltierten Alpsträssli – zum Meniggrund aufgestiegen. Auf dem Walderlebnispfad sieht man knorrige Holzkonstrukte, abgebrochene Äste, uralte Arven und, am Stamm eines Bergahorns, die seltene Lungenflechte: Seit dem Orkan Lothar 1999 wurde hier nichts verändert. Unvermittelt taucht hinter einer Hügelkuppe der Seebergsee auf: Seine Hinterseite ist von Felsen geschützt, wie wenn sie ihm Rückendeckung geben wollten, Wolken und Berge spiegeln sich in der Oberfläche, eine Mutter und ihre kleine Tochter baden die Füsse. Der See ist naturbelassen, er gehört zum Naturschutzgebiet Spillgerten. Vor dem Abstieg empfiehlt sich eine Stärkung im Restaurant Seeberg. Die Alp ist den ganzen Sommer bewirtet, das Zvieriplättli besteht aus Mutschli sowie Hobel- und Geisskäse vom eigenen Betrieb. Hier wird auch der zertifizierte Alpkäse produziert, der in der Region Bern im Grosshandel erhältlich ist. Das Steak stammt von den Schweinen, die wir im Stall nebenan gerochen haben. Sie werden mit der Schotte vom Käsen gefüttert. Nach dem kurzen Anstieg zum Stand geht es steil bergab über eine enge Serpentine: Die Markierung ist jetzt rot-weiss, und wir wissen, weshalb wir die hohen Wanderschuhe angezogen haben. Der Weg ist schmal, aber äusserst malerisch: Zur Rechten öffnet sich der Blick auf Schwenden, eine Alp, die von einer imposanten Fluh umrahmt ist. Meter für Meter sinken wir ins Diemtigtal zurück.
Auf das Diemtigtaler Wahrzeichen Nr. 0919
Nüegg • BE

Auf das Diemtigtaler Wahrzeichen

Das Diemtigtal – ein idyllisches Seitental des Simmentals – ist bei Wintersportlern weitherum bekannt und beliebt. An einem schönen Wintertag tummeln sich im Skigebiet Wiriehorn Hunderte Skifahrer, Schlittler und Winterwanderer auf Pisten und Wegen. Im Sommer geht es im Tal, das im Jahr 2011 das Label «Regionaler Naturpark» erhalten hat, weitaus geruhsamer zu und her. Die Fahrt mit der 6er-Sesselbahn von der Postautohaltestelle Riedli zur Bergstation Nüegg dauert nur ein paar Minuten. Der Weg führt zuerst flach auf Hartbelag und später sanft aufsteigend auf Naturstrasse bis zur Alp Bodeflue. Die Traversierung der Nordflanke zur Alp Wirie wurde vor ein paar Jahren zur Alpstrasse ausgebaut, um den Zugang für den Alpbetrieb zu erleichtern. Bei der Alp Wirie beginnt der schmale Pfad. Rasch ist die Abzweigung vom Rundweg zum Gipfel erreicht. Von hier ist es nur noch eine knappe Stunde. Der angenehme Pfad traversiert die ganze Westflanke und führt dann über den Nordgrat zum grossen Steinmann beim höchsten Punkt. Gipfel sind einfach toll: Handschlag oder Gipfelkuss, den Namen und vielleicht einen Spruch ins Gipfelbuch eintragen und noch ein wenig darin schmökern, ein Gipfelfoto machen, mit den Gipfelnamen wichtigtun. Die Rundsicht reicht im Süden von den grossen Berner Viertausendern bis zum Montblanc und im Norden über die Stockhornkette bis zum Jura. Für den Abstieg empfiehlt es sich, denselben Weg bis zur Abzweigung zurückzugehen. Nach einem kurzen Gegenaufstieg zum Pass führt der Weg abwechslungsreich durch ein Geröllfeld und über saftige Alpweiden am Fusse der eindrücklichen Gipfelfelsen des Wiriehore zurück ins Skigebiet. Vom Schwarzeberg bis zur Sesselbahn ist nochmals ein kurzes Stück Hartbelag zu ertragen. Wer Lust hat, kann von der Bergstation aus mit dem Miettrottinett ins Tal sausen.
Der Grat über Adelboden Nr. 0788
Tschentenalp — Sillerenbühl • BE

Der Grat über Adelboden

Die Suche nach dem Vogellisi startet auf der Tschentenalp, von wo aus der Weg beginnt, der ganz nach dem Geschmack der alten Kräuterfrau sein muss: Er führt durch eine wilde, menschenverlassene Gegend. Ein geheimes Mittelchen gegen weiche Knie könnte in der Südflanke des Gsürs bereits angebracht sein: In dem riesigen Trichter des Stigelbachs wandert man quer zum steil abfallenden Schiefergestein. Beim Furggi beginnt dann der Aufstieg auf das Albristhore, erst durch eine steile Wiese, ab dem Furggeli durch ein grosses Geröllfeld. Der Weg ist hier nicht mehr markiert und muss stellenweise selber gewählt werden. Auch müssen gelegentlich die Hände zu Hilfe genommen werden – keine Aufgabe für ungeübte Berggänger. Oben auf dem höchsten Punkt der lang gezogenen Niesenkette entschädigt einen das prachtvolle Panorama für die Mühen des Aufstiegs. Bis zum Lavey verläuft die Wanderung dann auf dem gegen den Stigelschwand abfälligen Grat, von dem aus während der ganzen Zeit die zurückgelegte Route sichtbar ist. Beim Seewlehore kann der Weg zwei Dutzend Meter weiter unten gesehen werden, ohne dass der Verlauf des Weges hinunter sichtbar ist. Der Gratweg endet beim Laveygrat, wo entweder zum Hahnenmoospass oder zur Sillerenbahn weitergewandert werden kann. Die Abgründe sind nun überstanden. Dem Vogellisi erging es derweil anders: An einem föhnigen Oktobertag wurde es der über 90-jährigen Kräuterfrau schwarz vor den Augen, sie stolperte und fiel in den Abgrund. Das brach ihrem stolzen Raben mitten im Flug das Herz, und der prächtige Vogel stürzte gemeinsam mit dem Vogellisi den Aemmertengrat hinunter. Dieser Grat kann übrigens auf der Aeugi-Lowa-Wanderung besucht werden.

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253T Gantrisch

CHF 22.50

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Bern Berner Oberland Bergwanderung Sommer Gipfelwanderung Rundwanderung hoch T2

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