Chamoson-St-Pierre-de-Clages — Saillon, Collombeyres • VS

Durch Rebberge und über eine Hängebrücke

Im 19. Jahrhundert verbreitete Joseph-Samuel Farinet gefälschte 20-Räppler und andere Münzen im Wallis. Der Falschmünzer war bei den Einheimischen beliebt, da er das Geld an Bedürftige verteilte. 1880 wurde Farinet bei Saillon von der Polizei gestellt und starb dabei unter ungeklärten Umständen in der Schlucht der Salentse. In «Farinet oder das falsche Geld» erzählt Charles Ferdinand Ramuz die abenteuerliche Geschichte dieses Mannes, der noch heute als Volksheld verehrt wird Die Wanderung zu den Schauplätzen des Romans führt durch den Winzerort St-Pierre-de-Clages und weiter durch goldgelbe Rebberge, hinter denen sich die eindrücklichen Felswände des Haut de Cry erheben. Schon vor Leytron ist in der Ferne der Burghügel von Saillon sichtbar. Nach einem steilen, kurzen Aufstieg durch Produit und Montagnon führt die Wanderung über die Hängebrücke Passerelle à Farinet, welche die eindrückliche Schlucht der Salentse überspannt. An den Felswänden verläuft die Via Farinetta, ein Klettersteig. Von Weitem wirken die kraxelnden Menschen wie Ameisen am Fels. Nach dem Abstieg durch Saillon, das zu den ältesten mittelalterlichen Städtchen der Schweiz zählt, laden unten im Talboden Thermalbäder zum Hinauszögern der Heimreise ein.

Information

Café Restaurant Caveau chez Hubert, Produit (Leytron), 079 447 37 57

Café des Mayens, Montagnon (Leytron), 027 306 21 16

Bains de Saillon, 027 602 11 11, bainsdesaillon.ch

Wanderung Nr. 2273

Publiziert 2025 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

Chamoson-St-Pierre-de-Clages
0:00
0:00
St-Pierre-de-Clages
0:10
0:10
Pt. 596
0:45
0:35
Produit
1:45
1:00
Montagnon
2:05
0:20
Passerelle à Farinet
2:35
0:30
Saillon, Collombeyres
3:25
0:50
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Auf die verschneite Alp Solalex Nr. 2041
Cergnement, parking • VD

Auf die verschneite Alp Solalex

Dieser winterliche Ausflug in die Waadtländer Alpen lässt sich gut in einem Wort beschreiben: hybrid. Denn die Route ist halb schattig, halb sonnig sowie halb Schneeschuhwanderung und halb Winterwanderung. Einzig das kulinarische Ziel macht keine halben Sachen, sondern leistet mit seinen Käsespezialitäten ganze Arbeit. Der Startpunkt liegt oberhalb von Gryon, bei der Busstation Cergnement des Shuttlebusses (Navette). Mit den Schneeschuhen gelangt man von hier in rund einer Stunde auf die Alp Solalex. Sie führt vorbei an mit Eiszapfen behangenen Felswänden, zwischen verschneiten Tannen hindurch und über den eiskalten Fluss. Zwischen dem Miroir d’Argentine, einer silbern schimmernden Bergwand, und dem Diableretsmassiv macht sich die Sonne auf dem ersten Abschnitt rar. Im tiefsten Winter zeigt sie sich sogar in Solalex erst am frühen Nachmittag. Zum Glück gibt das Hinaufstapfen schön warm. Wer trotzdem friert, kann sich beim Zwischenziel, dem kuschligen Berggasthaus Refuge de Solalex, nahe an den Kamin setzen, und spätestens beim Blick in die Menükarte wird es Käsefans so richtig warm ums Herz: Vacherin Mont d’Or aus dem Ofen, Raclette am Feuer oder das bekannte Fondue, mit dem das Team 2019 eine Goldmedaille gewonnen hat. Nach der Schlemmerpause geht es wieder ein kurzes Stück auf demselben Weg zurück und bei der ersten Abzweigung nach rechts. Beim Rückweg auf dem Winterwanderweg in Richtung Les Ernets hat man die Sonne nun stets im Gesicht. Die Schneeschuhe haben hier ausgedient und können an den Rucksack geschnallt werden. Leichtfüssig erfolgt der Abstieg auf dem breiten Panoramaweg. Das letzte Stück führt auf der Strasse hinab zur Bushaltestelle Cergnement.
Entlang der höchsten Suone von Nendaz Nr. 1807
Combatzeline — Siviez (Super-Nendaz) • VS

Entlang der höchsten Suone von Nendaz

In der Gemeinde Nendaz befinden sich acht Suonen, historische Bewässerungskanäle des Wallis, denen allesamt entlanggewandert werden kann. Die höchstgelegene dieser acht Suonen ist die Bisse de Chervé bei Siviez, Super-Nendaz. Sie führt heute kein Wasser mehr, doch der Weg entlang dieser Suone bietet eine wunderschöne Höhenwanderung von Combatzeline bis zum türkisfarbenen Stausee Lac de Cleuson. Mit dem Sessellift «Novelli» geht es luftig hinauf bis nach Combatzeline. Nach einem stärkenden Kaffee im Restaurant Combatseline mit Aussicht auf das Rhonetalstartet die Wanderung. Hoch über dem Tal folgt man der Suone. Mit Blick auf den strahlenden, türkisfarbenen Lac de Cleuson wandert es sich viel leichter, während im Rücken das wunderbare Rhonetal liegt. Stets hoch oben gelangt man tiefer in das Tal hinein während die mächtigen Walliser Berge näherrücken. Am Ende der Bisse de Chervé beginnt dann der Abstieg zum Stausee. Wer Glück hat, kann hier die imposanten, für das Wallis typischen, schwarzen Eringerkühe sichten. Am Ufer angelangt, folgt man diesem direkt entlang bis zur Staumauer. Unterwegs kann man am Ufer eine Pause einlegen und die Füsse im kalten Wasser abkühlen. Die Staumauer des Sees gilt es dann zu überqueren, bevor ein enger und steiler Zickzack-Weg den Abstieg einläutet. Kurz danach fühlt man sich in eine andere Welt versetzt, denn der Wanderweg verläuft durch ein dschungelähnliches Dickicht aus einheimischen Pflanzen. Die Landschaft verändert sich auf dem Weg dem Ziel entgegen und statt dem Dickicht durchwandert man nun Moorlandschaften. Müde erreicht man schon bald wieder den Ausgangspunkt Siviez, wo auf einer der Terrassen der Restaurants auf die gelungene Wanderung angestossen werden kann.
Winterliche Tour im Tal der Salentse Nr. 1864
Morthey, centre • VS

Winterliche Tour im Tal der Salentse

Auf dieser Winterwanderung wechseln sich Abschnitte im Wald mit Passagen im Siedlungsgebiet ab. Man wandert auf dem kleinen, aber interessanten Netz von Winterwanderrouten der Skistation Ovronnaz. Auf diesem lassen sich verschiedene Abschnitte zu dieser leichten Tour rund um das Unterwalliser Bergdorf zusammenfügen. Aufgepasst: Im ausgedehnten Dorfgebiet ist die Markierung gelb, erst wenn man das Siedlungsgebiet verlässt, ist sie pink. Vom etwas tiefer gelegenen Ortsteil Morthey folgt man zunächst auf dem Trottoir der Route des Bains, schwenkt nach der nächsten Kurve in den Chemin Bellevue ein und gelangt auf diesem zügig zum Waldrand. Weiterhin sanft ansteigend, geht es ins Nachbardorf Mayens-de-Chamoson und von dort durch den Wald nach Patiers hinauf. Oberhalb des Weilers ist eine Langlaufloipe angelegt, parallel zu ihr verläuft der Winterwanderweg. Ohne nennenswerte Höhendifferenzen führt er am Parkplatz und Langlaufzentrum Tourbillon vorüber nach Lui Teise. Die Wanderung verläuft auf diesem Abschnitt meist im Wald, doch Lichtungen und Lücken zwischen den Bäumen sorgen immer wieder für schöne Ausblicke zum Rhonetal und zu den darüber aufragenden Drei- und Viertausendern des Unterwallis. Besonders markant ist die nahe, mehrere Hundert Meter hohe und fast senkrechte Fluh der Ardève. Beim Weiler Lui Teise steigt man zur Strasse ab, die vom Dorf zur Sesselbahn-Talstation führt, folgt dieser einige Schritte talauswärts und zweigt dann ins Tobel des Bergbachs Salentse ab. Der nun folgende Abstieg dem Wasserlauf entlang ist ein besonders reizvoller Abschnitt der Tour. Der Bach wird zweimal überquert. Nach der zweiten Brücke geht es zurück ins Dorfzentrum von Morthey.
Den murmelnden Wassern entlang Nr. 0476
Haute-Nendaz • VS

Den murmelnden Wassern entlang

«Panta rhei», so sprach einst schon Heraklit. «Alles fliesst» könnte man auch in Nendaz sagen. Hoch über dem Rhonetal plätschern hier entlang den Wanderwegen kleine Bäche, auf Französisch heissen sie Bisses auf Deutsch Suonen. Deren Ursprung geht weit zurück: Um ihre Wiesen und Äcker mit Wasser zu versorgen, haben die Walliser Bauern vor Jahrhunderten ein spezielles Bewässerungssystem erschaffen. Gletscherbäche wurden angezapft und über ein kunstvoll angelegtes Netz an Wasserleitungen wurde und wird das lebensspendende Element auf die bewirtschafteten Hänge geleitet. Suonenwanderungen sind von Frühling bis Herbst möglich, sie führen meist durch wenig steiles Gelände mit geringen Höhenunterschieden, damit sind sie bestens für Familien mit Kindern geeignet. Rund um Nendaz sind noch viele Suonen in Betrieb und führen Wasser, so werden die Erdbeer- und Himbeerkulturen in unmittelbarer Dorfnähe von der Bisse Vieux und der Bisse du Milieu bewässert. Beide Suonen können auf einem schönen Rundweg erwandert werden. Hierzu folgt man von Haute Nendaz zunächst der Bisse du Milieu bis Planchouet. Das dortige Restaurant heisst passenderweise Les Bisses. Das Val de Nendaz und namentlich die Gegend um Planchouet ist für Familien ein Paradies. Mehrere Suonen haben hier, beim Bergbach Printse, ihren Ursprung. Eine prächtige Flora entwickelt sich entlang den Kanälen, und das Murmeln des Wassers hat auf Kinder und Erwachsene eine vitalisierende, entspannende Wirkung. Über Le Lavantier geht es abwechselnd durch Wald, über Wiesen und Weideland immer am offenen Wasserlauf der Bisse Vieux entlang zurück nach Nendaz. Eine Wanderung für alle Sinne.

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272T St-Maurice

CHF 22.50

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