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Winterwanderung in kurzen Hosen – wir waren dabei ...

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Portraits

«Beim Kältewandern lernt man, ruhig und konzentriert zu bleiben.»

Eisbaden erfreut sich seit der Pandemie zunehmender Beliebtheit. Als Alternative dazu organisiert Gerda Imhof Winterwanderungen in leichtem Tenue und nimmt uns mit auf ein erfrischendes Erlebnis oberhalb von Lungern OW.
30.10.2025 • Text: Patricia Michaud, Fotos: Markus Ruff

Glarus im Tiefschnee – komm mit!

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Wanderreportagen ABO

Das Rätsel der Glarner Walser

Auf den Weissenbergen GL eine schöne Schneeschuhtour machen? Ein leichtes. Schwieriger ist die Frage, ob hier einst Walser lebten oder nicht. Unser Autor hat sie mit sechs Fachleuten diskutiert und daraus ein fiktives Treffen arrangiert. Ein kleiner Einblick in die Geschichtsforschung.
30.10.2025 • Text und Bilder: Heinz Staffelbach 
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Wanderreportagen

Vom schwarzen Donnern zur weissen Ruhe

Hoch über Elm GL führt der Schneeschuhtrail Bischofalp durch verschneite Wälder und offenes Gelände. Eine entspannte Route von fünf Kilometern – mit Ausblicken auf geologische Phänomene, von denen eines tragisch endete.
30.10.2025 • Text und Bilder: Heinz Staffelbach
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Wanderreportagen ABO

Zwischen sanft und rau

Bröckelige Nagelfluhe treffen auf harten Kalk, sanfte Formen auf verwitterte Gipfel: Das Niederurner Täli liegt zwischen Voralpen und Alpen. Der Glarner Steve Nann hat diese eindrückliche Gebirgslandschaft besucht – und erzählt, welche Geschichten unter der Schneedecke stecken.
30.10.2025
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Aus der Wanderwelt ABO

«Schniits ds Glaris oder isch es schüü?»

Im Glarnerland aufgewachsen, erlebte die Autorin vor einigen Jahrzehnten anlässlich ihres Lehrbeginns in Zürich einen wahren Sprachschock. Frotzeleien und Verständigungsschwierigkeiten gehörten plötzlich zum Alltag. Was genau tönt in ihrer Glarner Mundart so anders als auf Züritüütsch?
30.10.2025 • Quelle: Glarner Mundartwörterbuch, Baeschlin, 2024

Zu den Wandervorschlägen

Schneeschuhwandern in Glarus

Eine einfache Rundtour im Sernftal Nr. 2305
Weissenberge • GL

Eine einfache Rundtour im Sernftal

Weissenberge im glarnerischen Sernftal enthält alles, was das Winterherz begehrt: Da gibt es eine Luftseilbahn, die einen in drei Minuten vom kleinen Matt auf über 1200 Meter bringt, und oben gibt es eine pink ausgesteckte Schneeschuhroute, einen präparierten Winterwanderweg, eine rassige Schlittelbahn und schliesslich ein Berggasthaus. Und dass sich Weissenberge die «Sonnenterrasse des Glarnerlands» nennt, ist ein gutes Omen für einen perfekten Winterwandertag. Die Schneeschuhtour 991 von SchweizMobil, der sogenannte Stäfeli Trail, führt in einem grossen Bogen von der Bergstation der Luftseilbahn durch die weitläufige, meist sanft geneigte Landschaft oberhalb von Weissenberge. Das erste Viertel verläuft im offenen Gelände, die folgenden drei Viertel der Rundtour führen abwechslungsweise durch Waldstücke, über Lichtungen oder durch offenes Gelände. Fast auf der ganzen Tour geniesst man tolle Blicke nach Süden zum Vorab und im Westen zur Charenstock-Kette sowie zum Glärnisch. Den höchsten Punkt der Tour erreicht man beim Skiclubhaus Stäfeli auf 1760 Metern. Danach geht es – mal sanft, mal etwas steiler – wieder hinab nach Weissenberge. Im unteren Teil dieses Abstieges stehen am Wegrand einige alte, von der Sonne gebräunte Wohnhäuser und Ställe. Ihre Blockhausbauweise findet sich so oder in einem ähnlichen Stil im ganzen Alpenraum. Kurz vor der Bergstation der Luftseilbahn liegt das Berggasthaus Edelwyss mit schöner Sonnenterrasse. Hier und auch bei der Bergstation lassen sich für eine rassige Schlussfahrt hinunter zur Talstation Schlitten mieten.
Glarner Gipfel zwischen Alpen und Voralpen Nr. 2303
Morgenholz • GL

Glarner Gipfel zwischen Alpen und Voralpen

Die Schneeschuhwanderung im Glarner Niederurner Tal verläuft auf der Grenze zwischen Alpen und Voralpen. Am einfachsten sichtbar ist dies an der Geologie des Tals: Von Osten her betrachtet ist gut erkennbar, dass die nördliche, der Sonne zugewandte Seite mit der Hirzli-Planggenstock-Kette viel sanfter abfällt als ihr Gegenüber – dort ragen steile, felsige Flanken in den Himmel. Das hat seinen Grund. Der Talgrund markiert die Grenze zwischen dem Molassegestein der Voralpen und den Kalkfronten der Alpen. Während Millionen von Jahren waren beide der Erosion ausgesetzt, die Molasse wurde aber von der Beschaffenheit her viel stärker abgetragen als der Kalk. Nicht nur der Sanftheit wegen verläuft ein grosses Stück dieser Wanderung auf der nördlichen Talseite, diese hat auch mehr Sonne. Sie muss jedoch erst verdient werden. Nach der Ankunft mit der Seilbahn auf Morgenholz – die Talstation ist nur wenige Busminuten von Ziegelbrücke entfernt – geht es für gut eine Stunde schattig ins Tal hinein. Wer friert, wärmt sich im Restaurant Hirzli auf – aber nur am Wochenende. Der Schneeschuhpfad geht weiter ins Tal hinein, die Bloossenhöchi bergauf Richtung Mälchterli, konditionell etwas anspruchsvoll, aber sonnig und durch einen lichten Föhrenwald. Der letzte Anstieg ist richtig steil. Oben wartet als Belohnung eine Rundumsicht aufs Nebelmeer, das durch die Schwyzer und die Glarner Alpen sowie die Churfirsten/Alvier-Kette eingerahmt wird. Fehlt das Nebelmeer, sind die ganze Linthebene und der Zürichsee sichtbar. Ein Bänkli lädt zum Gipfelpicknick ein. Die Rückkehr ist dieselbe wie der Hinweg. Wer noch mag, biegt bei Mättmen in den Niederurnertäli Trail ein und wandert über Planggböden talauswärts. Im Blick einmal mehr die imposante Alvier-Kette und der darunter liegende Walensee.
Viel Geologie und sonnige Aussichten ob Elm Nr. 2304
Empächli • GL

Viel Geologie und sonnige Aussichten ob Elm

Der Schneeschuhtrail Bischofalp oberhalb von Elm beweist auf eindrückliche Weise, dass man auch auf einem kurzen Weg viel sehen und erleben kann. Denn obwohl der Rundweg nur fünf Kilometer lang ist, packt er viel Spannendes und Aussichtsreiches in die etwa zweieinhalb Stunden Wanderzeit. Mit der Gondelbahn geht es zuerst in wenigen Minuten von Elm hoch zur Bergstation Ämpächli. Schon zu Beginn des Weges erkennt man auf der anderen Talseite gleich vier eindrückliche geologische Phänomene: Als Erstes sieht man an einer klaren Linie im Gestein unter den Tschingelhörnern die weltbekannte Glarner Hauptüberschiebung. Etwas darüber liegt das 19 × 22 Meter grosse Martinsloch, und noch etwas höher befindet sich die Stelle, an der im Oktober 2024 ein grosser Teil der Ostflanke des Grossen Tschingelhorns abgebrochen ist. Und schliesslich sieht man oberhalb von Elm die grosse Bergsturzwand, bei der am 11. September 1881 der damals sogenannte Plattenberg wegen unsachgemässem Schieferabbau zu Tal stürzte und 114 Menschenleben auslöschte. Die ersten anderthalb Kilometer des Schneeschuhtrails verlaufen auf einem breit präparierten Winterwanderweg und führen abwechslungsweise durch Waldstücke und Lichtungen. Dann erreicht man den Hängstboden, eine pittoreske Ansammlung von einfachen Alphütten und -ställen. In diesen «Ghaltigen» schliefen die Bauern früher, wenn sie auf der Alp waren, und lagerten hier auch Heu. Schon bald erreicht man das offene Gelände über der Waldgrenze, und das ganze Panorama vom Piz Segnas über den Vorab bis zum Hausstock liegt vor einem. An einem Waldrand steht ein hölzerner Wildbeobachtungsturm. Beim höchsten Punkt auf 1770 Metern lässt es sich bei einem Hüttchen wunderbar rasten und die Aussicht geniessen. Dann geht es über das geschäftige Berghaus Bischofalp, direkt an der Skipiste, und den Hängstboden wieder zurück zur Bergstation Ämpächli.
Leichte Schneeschuhwanderung durchs Wildschutzgebiet Nr. 2306
Mettmen • GL

Leichte Schneeschuhwanderung durchs Wildschutzgebiet

Auf der malerischen Mettmenalp auf 1600 m ü. M. leben die Tiere seit Jahrhunderten in Sicherheit. Bereits 1548 wurde hier und rund um den Kärpf ein Jagdschutzgebiet eingerichtet, um in harten Zeiten eine Fleischreserve zu haben. Es gilt als das älteste Wildschutzgebiet Europas und gehört mit seinen 106 Quadratkilometern zu den grössten in der Schweiz. Erreichen tut man es mit der Luftseilbahn Kies-Mettmen. Um zur Talstation zu gelangen, reserviert man vorgängig einen Sitzplatz im Mettmenbus – eine Zufahrt mit dem Auto ist nicht möglich. Die Schneeschuhtour startet bei der Bergstation Mettmen. Von da folgt man den pinken Wegweisern der SchweizMobil-Route 985. Nach etwa 15 Minuten und einigen steilen Kurven erreicht man die Abzweigung zum Naturfründehuus Mettmen. Wer den Tag gemütlich starten möchte, kehrt hier ein erstes Mal ein. Danach geht es über ein märchenhaft eingeschneites Hochmoor weiter. Im Winter kann es hier am Morgen noch schattig sein, weshalb es sich empfiehlt, nicht zu früh loszuwandern. Im Schnee sind diverse Tierspuren sichtbar. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, gilt es, auf der signalisierten Route zu bleiben, aber mit ein bisschen Glück können auch von hier Gämsen, Steinböcke, Füchse oder Schneehasen beobachtet werden. Schliesslich endet die Ebene, und es folgt ein kurzer, steiler Anstieg. Weiter geht es durch einen Tannen- und Föhrenwald und vorbei an schimmernden Eiszapfen. Schliesslich taucht die schroffe Garichti-Staumauer zur Rechten auf. Dahinter befindet sich der Stausee Garichti, der von Mitte Januar bis Ende Februar für die Eisfischerei geöffnet ist. Auch Eistaucher vergnügen sich hier im kalten Nass. Mit Blick auf den imposanten Glärnisch geht es wieder in Richtung Seilbahn. Zum Abschluss bietet sich ein Restaurantbesuch im Berghotel Mettmen an.

Aus der Wanderwelt

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Aus der Wanderwelt

Wunderschöne Winterfotos

Ein eiskalter Wintermorgen auf dem Col du Marchairuz VD, scharfkantige Eiskristalle aus nächster Nähe und der Rheinfall SH im schönsten Abendlicht.
30.10.2025
Gesamtangebot
Aus der Wanderwelt ABO

Geschenkideen für Weihnachten

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30.10.2025
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Wandern im Ausland

Gruppenreise: Wandern in Fjordnorwegen

Auf dieser exklusiven Gruppenreise der Schweizer Wanderwege und Kontiki entdecken Sie die Schönheiten Fjordnorwegens. Geniessen Sie atemberaubende Ausblicke über den Jotunheimen-Nationalpark, eine Schifffahrt auf dem Nærøyfjord, und entdecken Sie die Städte Oslo und Bergen.
Zur Gruppenreise
05.09.2025
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Aus der Wanderwelt

Neues aus der Wanderwelt

10 neue Wandervorschläge fürs Winterwandern, eine Anleitung um gefrorene Seifenblasen zu erstellen, ein wichtiger Hinweis zu den Wegsperrungen im Winter und vieles mehr.
30.10.2025
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Aus der Wanderwelt ABO

Warum eigentlich … ist dieser Weg kein Winterwanderweg?

30.10.2025 • Text: Angelika Imhof, Bild: Rémy Kappeler

Ausrüstung

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Vier Isolationsjacken von Haglöfs zu gewinnen

Die Schweizer Wanderwege verlosen je zwei Damen- und Herrenjacken von Haglöfs. Die Mimic Alert Hood bietet zuverlässige Wärme für jede Jahreszeit. Die Kunstfaserjacke kann allein oder als zweite Schicht getragen werden. 

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Praktisch ABO

Helfer am Handgelenk

GPS, Smartphone, Multifunktionsuhr – das Angebot an digitalen Helfern fürs Wandern ist so gross wie nie. Doch braucht man sie auf den Schweizer Wanderwegen überhaupt? Ein Marktüberblick über Hilfreiches und Verzichtbares.
30.10.2025 • Text: Thomas Ebert / Outdoor Content Hub, Bilder: zVg
Praktisch
Praktisch

Neue Wanderausrüstung für den Winter

Socken mit Silikonpolsterungen von Infiniri, eine neue Isolationsjacke von Patagonia, robuste Gamaschen von Seat to Summit und vieles mehr.
30.10.2025

Menschen am Wanderweg

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Portraits ABO

«Die Fischsaison dauert für mich von Anfang Januar bis Ende Dezember.»

Angetroffen auf dem Stausee Garichti GL: Hermann Ure
30.10.2025 • Text und Bild: Angelika Imhof
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Portraits ABO

«Als Hüttenchef musst du alles können, denn hier oben hilft dir niemand.»

Angetroffen am Hohgant BE: Markus Thommen
30.10.2025 • Text und Bild: Iris Kürschner

Dieser «Sauerteig-Chef» ist 138 Jahre alt

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Wanderreportagen

Schmackhafter Winterproviant

Der Simplon VS war bis zu den 1960er-Jahren im Winter jeweils geschlossen. Abgeschnitten von der restlichen Schweiz backten die Menschen dort selbst Roggenbrot, trockneten Fleisch, kästen. Das tun sie noch heute.
30.10.2025 • Text: Rémy Kappeler, Bilder: Kai Sonnentrücker, Rémy Kappeler

Weitere Wanderreportagen und Wandervorschläge

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Wanderreportagen ABO

Frisches Kleid für Paraderoute

Auf einen Blick: Lenk BE
30.10.2025 • Text: Andreas Staeger, Bilder: Andreas Staeger, Markus Schluep
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Wanderreportagen ABO

Winterpanorama à la carte

Auf einen Blick: Feldis GR
30.10.2025 • Text und Bilder: Andreas Staeger
Birkhuhn_Burkhardt Marcel, marcelburkhardt
Wanderreportagen ABO

Auf stiller Pirsch

Die Moorlandschaft der Lombachalp BE mit ihren ausgedehnten Bergwäldern bietet Wildtieren ein wichtiges Rückzugsgebiet. Deshalb stehen die Chancen auf Einblicke in die Tierwelt gut, ob beim Fährten lesen oder dank Birkhuhnbalz. Auf Schneeschuhtour im Naturschutzgebiet Hohgant-Seefeld.
30.10.2025 • Text und Bilder: Iris Kürschner
Ohne Steigung zu den Simmenfällen Nr. 2309
Lenk im Simmental • BE

Ohne Steigung zu den Simmenfällen

Lenk verfügt über einen der schönsten Talabschlüsse der Alpen. Das mächtige Wildstrubelmassiv begrenzt den weiten Talboden an dessen südlichem Ende. Auf der Winterwanderung vom Dorf zu den Simmefäll hat man diese grossartige Kulisse immer wieder vor Augen. Der Ausgangspunkt des Winterwanderwegs befindet sich beim zentral gelegenen Kronenplatz unweit der Kirche. Der präparierte Weg führt quer über die Lischmatte zum Lenkersee – auf der Karte als Rohresee eingezeichnet –, wo zahlreiche Enten und andere Wasservögel den Umstand nutzen, dass ein Teil der Wasseroberfläche auch bei grösster Kälte eisfrei bleibt. Ein verschneites Flursträsschen führt weiter zum Weiler Ey und durch das Naturschutzgebiet Chlöpflisbergmoos an die Simme. Auf dem Uferweg gelangt man zum Gasthof Simmenfälle, wo die präparierte Strecke endet. Die Wasserfälle, denen das Hotel seinen Namen verdankt, sind im Sommer zwar deutlich mächtiger, wenn mehr Schmelzwasser fliesst, bieten aber auch im Winter einen schönen Anblick. Für die Rückkehr ins Dorf steht neben einer Busverbindung ein weiterer gespurter Winterwanderweg auf der gegenüberliegenden Talseite zur Verfügung. Er führt über das offene Gelände von Grossi Zälg zum Weiler Oberried und von dort zur Talstation Metschstand. An der Rohrbrügg vorbei wandert man dann auf einem Strässchen direkt der Simme entlang zurück zum Ausgangspunkt der Rundwanderung beim Kronenplatz. Speziell an dieser Tour ist, dass der hintere Teil im Winter aufgrund der topografischen Gegebenheiten während etlicher Wochen im Schatten liegt. Das mag auf Anhieb etwas unattraktiv klingen, erweist sich jedoch als Glücksfall. Dank der konstanten Kälte bleibt der Schnee in diesem Gebiet lange liegen, zudem werden Bäume und Sträucher mit filigranen Eisspitzen von Raureif überzogen. Wenn die Temperaturen genug tief sind, wird der Spaziergang auf dem Simme-Uferweg auf diese Weise fast wie zu einem erlebnisreichen Ausflug in die Arktis.
Verschneite Hochebene im Domleschg Nr. 2310
Mutta • GR

Verschneite Hochebene im Domleschg

Dieser Name ist Programm: Der Panoramaweg Feldis im Domleschg bietet eine grossartige Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Der präparierte und signalisierte Winterwanderweg ist als Rundweg angelegt. In leichtem Auf und Ab, jedoch ohne grosse Höhendifferenzen führt er mehrheitlich über verschneites Weideland, zwischendurch auch durch kleine Waldgebiete. Ausgangspunkt ist die Bergstation der Sesselbahn von Feldis nach Mutta. Nimmt man die Runde im Uhrzeigersinn unter die Füsse, gelangt man zunächst zum Leg Palus. Von diesem gefrorenen Bergsee reicht die Aussicht bis zu den markanten Felswänden der Drusenfluh im Prättigau. Wunderbare Bergstille erlebt man auf dem nächsten Abschnitt. Sanft senkt sich der Weg zur Skihütte Term Bel. Ebenen Wegs geht es weiter zur Alp dil Plaun, wo das Panorama wechselt. Jetzt dominieren Heinzenberg und Piz Beverin den Horizont. Eine Aussichtsbank unweit der Alphütte bietet Gelegenheit, den prächtigen Ausblick ins Domleschg zu geniessen. Sollte sie bereits besetzt sein, braucht man nicht zu verzagen: Etliche weitere Sitzbänke säumen den Weg zur Skihütte Feldis. Kurz vor dem Ausgangs- und Zielpunkt der Rundtour befindet sich die Berghütte der Alp Raguta. Vor der Terrasse des Selbstbedienungsrestaurants breitet sich die höchstgelegene Natureisbahn Europas aus. Nicht einmal zwei Stunden dauert die Wanderung, doch in dieser Zeit erlebt man eine Fülle von prachtvollen Ausblicken. Wer die Tour trotzdem zu lang findet, kann eine einfache Alternative nutzen: Ein kürzerer Rundweg führt von Mutta ebenfalls zunächst zum Leg Palus und von dort über Plaun Panaglia direkt zur Skihütte Feldis. Für die Talfahrt benutzt man entweder die Sesselbahn – oder eine der zwei Schlittelpisten, die von Mutta nach Feldis hinunter angelegt sind. Schlitten können im Sportgeschäft bei der Talstation gemietet werden.
Schneeschuhrunde über die Lombachalp Nr. 2307
Habkern, Lombachalp-Roteschwand — Kemmeriboden • BE

Schneeschuhrunde über die Lombachalp

Der Blick verliert sich in Wogen von Nadelwäldern und Schneebergen. Kaum ein Gebiet, das sich für Schneeschuhtouren besser eignet als die weite Wanne der Lombachalp BE mit ihren sanften Hügelwellen – eine Wildruhezone, weshalb sich hier wunderbar Tiere beobachten lassen, man aber auch unbedingt auf den markierten Routen bleiben muss. Am besten, man steckt sich einen der Faltpläne ein, die am Startpunkt Lägerstutz auf der Lombachalp ausliegen. Darauf ist das Schutzgebiet mit den zwei Schneeschuhrouten genau eingezeichnet. Wer mag, trinkt vor dem Start einen Kaffee im Jägerstübli. Nun folgt man den pinken Signalisationsstangen nordwestlich bergwärts für die längere Route, die auf den Winterröscht führt. Dann geht es ganz gemütlich immer dem Kamm entlang zum Bolberg. Dort hält man sich rechts und stapft unterhalb des Kammes über den Widegg und Spychre nordöstlich abwärts in das Quellgebiet der Emme und steigt über die Alp Ällgäuli zur Hohganthütte auf. Die Route setzt sich nordöstlich im leichten Auf und Ab fort, um dann steil durch Wald abzusteigen. Am Scherpfeberg trifft man auf den im Volksmund sogenannten Römerweg, der links nach Kemmeribodenbad führt. An diesem abgeschiedenen Winkel bildet sich gerne ein Kältesee, im Winter empfangen eisige Temperaturen, und der letzte Abschnitt durch die Schlucht der Emme wirkt mit all den Eiszapfen fast wie eine Tropfsteinhöhle. Aufwärmen darf man sich dann im altehrwürdigen Gasthof Kemmeriboden-Bad, wo es grosse Meringue mit viel Rahm gibt.

Kolumne

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Kolumne ABO

Wandern ist Fürsorge

30.10.2025
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Kolumne ABO

Wandern ist übersetzen

05.09.2025

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Die Menschen hinter den Wanderwegen

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Wir machen alles für die Wege

Hast du dich einmal gefragt, wer die gelben Tafeln aufstellt? Genau – das machen wir! Und noch vieles mehr.
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